Schildkröten
Der Bedrohungsstatus von Schildkröten ist alarmierend, was sie zur am stärksten gefährdeten Wirbeltiergruppe der Welt macht. Experten sprechen von einer globalen Schildkrötenkrise, da über 60 Prozent aller wissenschaftlich anerkannten Arten von der IUCN als mindestens bedroht eingestuft werden.
Die Hauptgründe für diesen dramatischen Rückgang sind vielschichtig. Die Zerstörung der Lebensräume durch die Umwandlung von Feuchtgebieten und Küstenstreifen in landwirtschaftliche oder bebaute Flächen eliminiert sowohl Nahrungsgründe als auch Brutplätze. Hinzu kommt der massive illegale Handel mit Schildkröten und ihren Eiern, die in vielen Regionen als Nahrung oder für den Heimtiermarkt gefangen werden. Ein weiterer ernsthafter Faktor ist der Klimawandel, da höhere Temperaturen an Niststränden das Geschlechterverhältnis zu Ungunsten der Männchen verschieben können. Auch der Beifang in der Fischerei stellt eine Haupttodesursache für Meeresschildkröten dar.
Trotz der dramatischen Lage gibt es Lichtblicke: Konsequente Schutzmaßnahmen und strengere Handelskontrollen haben in einigen Regionen zu einer Erholung von Meeresschildkrötenpopulationen geführt, was den Erfolg gezielter Artenschutzbemühungen beweist. Der Schutz der Schildkröten erfordert daher eine enge Verzahnung von Habitat-Schutz, Zuchtprogrammen in Zentren wie dem ACCB und der internationalen Bekämpfung des illegalen Handels.
Südliche Batagur-Schildkröte
Die Königliche Schildkröte: Sensationeller Zuchterfolg im ACCB


