Wenn Niedlichkeit zur Ausrottung führt

Fischotter im ACCB

Das ACCB spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Haltung und Pflege von Ottern (Fischottern) in Kambodscha, da diese Tiere massiv vom illegalen Wildtierhandel betroffen sind.

Da Otter, insbesondere der Kurzkrallenotter (Aonyx cinereus) und der Glatthaarotter (Lutrogale perspicillata), in Asien aufgrund ihrer niedlichen Erscheinung in den sozialen Medien extrem populär sind, werden sie oft als illegale Haustiere gehandelt. Viele Otter sterben während des Transports oder in privater Haltung aufgrund falscher Pflege.

Drei Otter leben im ACCB

Aktuell leben drei Indische Otter, besser bekannt als Glatthaarotter, im ACCB. Alle drei eint, dass sie aus Beschlagnahmungen stammen, da sie illegal als Haustier gehalten worden waren. Ein großes Problem, nicht nur in Kambodscha. Dennm ihre verspielte Art, ihr Aussehen und kleine Größe machen sie vermeintlich zu einem perfekten Haustier – sehr zu ihrem Leidwesen. Auch ist die Verschmutzung der Gewässer für die Otterpopulationen in Süd-Ost-Asien ein großes Problem. Neben chemischen Abwässern aus Industrieanlagen ist es in erster Linie der Plastikmüll, der die Gewässer nicht nur für die Otter, sondern vor allem auch für seine Beutetiere immer lebensfeindlicher macht.

DEINE SPENDE FÜR DEN ARTENSCHUTZ

Die Rolle des ACCB bei der Otterhaltung

  • Auffangstation und Rettung: Das ACCB dient als eine der zentralen Auffangstationen in Kambodscha für Tiere, die von den Behörden aus dem illegalen Handel beschlagnahmt wurden. Viele dieser Tiere sind Otter. Die Khmer Times berichtete beispielsweise, dass das ACCB sich um Glatthaarotter kümmert, die im Zentrum gepflegt werden.
  • Medizinische Versorgung und Rehabilitation: Otter, die gerettet werden, sind oft traumatisiert, dehydriert und unterernährt. Sie benötigen sofortige intensive tierärztliche Betreuung. Die Haltung im ACCB konzentriert sich darauf, diese Tiere zu stabilisieren und zu rehabilitieren, da sie Wildtiere mit komplexen sozialen und ernährungsphysiologischen Bedürfnissen sind.
  • Anspruchsvolle Haltung: Die artgerechte Haltung von Ottern erfordert großzügige Gehege mit viel Platz für Bewegung und insbesondere einen sauberen Wasserbereich, da sie semiaquatische Tiere sind und täglich schwimmen müssen. Die Ernährung ist anspruchsvoll, da sie täglich einen hohen Anteil ihres Körpergewichts an frischer Beute benötigen. Das ACCB muss diese hohen Standards der Haltung erfüllen, um die Überlebenschancen der geretteten Tiere zu sichern.
  • Ziel der Auswilderung: Wie bei den meisten geretteten Tieren ist das ultimative Ziel des ACCB die Auswilderung der Otter in geschützte Gebiete, sofern ihr Zustand und ihre Prägung dies zulassen.

Die Arbeit des ACCB mit Ottern ist somit direkt an den Kampf gegen den illegalen Tierhandel gekoppelt, der diese Arten an den Rand des Aussterbens bringt. 

Es gibt aber noch weitere Bedrohungen für den Otter: Durch Waldrodungen, Eindämmung von Flüssen und Wasserverschmutzung wird der Lebensraum der Indischen Fischotter immer mehr eingeschränkt. 

In einigen Regionen sind sie bereits selten geworden oder ausgestorben, insgesamt wird die Art von der IUCN auf ihrer Rote Liste als bedroht geführt. Da die jüngste Einschätzung aber von 2020 ist, gehen Experten davon aus, das der aktuelle bedohungsstatus schlechter geworden ist.

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