Die meistgehandelten Säugetiere der Welt

Die Haltung von Schuppentieren (Pangoline) im ACCB ist ein lebenswichtiger Bestandteil der Tierschutzarbeit des Zentrums, da diese Tiere die meistgehandelten Säugetiere der Welt sind und in Kambodscha massiv unter dem illegalen Wildtierhandel leiden.

Das ACCB dient als Auffangstation und Rehabilitationszentrum für Schuppentiere, die von den Behörden aus dem illegalen Handel beschlagnahmt wurden. Diese Tiere kommen oft in einem sehr schlechten Zustand an, gezeichnet von Stress, Dehydrierung und Unterernährung, da sie von Wilderern und Händlern tagelang unter grausamen Bedingungen gehalten wurden.

Die Haltung im ACCB zielt darauf ab, diese traumatisierten und geschwächten Tiere zunächst medizinisch zu versorgen und zu stabilisieren. Schuppentiere sind extrem anspruchsvoll in der Haltung, da sie hochspezialisierte Insektenfresser sind und sich hauptsächlich von Ameisen und Termiten ernähren. Die langfristige Haltung und insbesondere die Zucht gelten in zoologischen Einrichtungen weltweit als äußerst schwierig.

Nach der Stabilisierung besteht das Hauptziel in der Rehabilitation und – sofern möglich – der Auswilderung in sichere, geschützte Gebiete. Die Bemühungen im ACCB sind Teil eines Netzwerks von Rettungszentren in Kambodscha, die sich der komplexen Aufgabe widmen, diese nachtaktiven Einzelgänger so zu betreuen, dass sie wieder selbstständig in der Wildnis überleben können. Die erfolgreiche Versorgung und Freilassung jedes einzelnen Schuppentiers ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen die Wilderei.

Ausstellung im Allwetterzoo Münster thematisiert illegalen Wildtierhandel.

Erfoglreiche Rettung

Das Team des ACCB wurde im Dezember von einer besorgten Bürgerin angerufen, die in Siem Reap vor einem Markt ein kleines Schuppentier auf einer belebten Straße gefunden hatte. 

Aufgrund des Fundorts vermuten wir stark, dass das Tier einem Händler auf dem Markt entlaufen war. Glücklicherweise nahm die Anruferin das Tier mit und brachte es in Sicherheit an ihrem Durianstand, bis wir eintrafen. 

Bei unserer Ankunft war unserem Team sofort klar, dass das Schuppentier sehr jung war und vermutlich erst kürzlich von seiner Mutter getrennt worden war. Es litt außerdem an einem Hornhautgeschwür, wahrscheinlich verursacht durch eine traumatische Verletzung – vermutlich eine Folge der schrecklichen Bedingungen, denen es beim Wildern und im illegalen Wildtierhandel ausgesetzt war. 

Allein hätte es auf den belebten Straßen nicht überlebt, daher waren wir den Findern außerordentlich dankbar, dass sie es in Sicherheit gebracht hatten. Wir gaben ihm den Namen „Tou-ren“ – was auf Khmer „Durian“ bedeutet. Es wurde in unsere Spezialstation im ACCB gebracht und dort wegen seines Auges behandelt. Zum Abendessen gab es außerdem jede Menge leckere Ameisen!

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