Germain Langur

Illegaler Wildtierhandel

Die Aufnahme illegal gehaltener Tiere im Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) ist ein zentraler Pfeiler der Tierschutzarbeit des Zentrums.

Da Kambodscha eine Schlüsselrolle im illegalen Wildtierhandel Südostasiens spielt, dienen die geretteten Tiere im ACCB als Auffangstation und Rehabilitationszentrum.

Eine Art, die dabei eine große Rolle spielt, ist der Germain-Silberlangur (Trachypithecus germaini). Er spielt eine bedauerliche und kritische Rolle im illegalen Wildtierhandel in Südostasien und ist deshalb von der IUCN als stark gefährdet (Endangered, EN) eingestuft.

Hier sind die Hauptgründe für ihre Bedeutung in diesem Handel:

Hauptabnehmer und Verwendungszwecke

Die Languren sind vor allem in drei Bereichen des illegalen Handels stark nachgefragt:

1. Haustierhandel (Pet Trade)

  • Kleine Affen: Germain-Languren, insbesondere die Babys, sind wegen ihres putzigen Aussehens und ihrer geringen Größe sehr beliebt. Sie werden oft aus der Wildnis entfernt, nachdem die Muttertiere getötet wurden, da Languren normalerweise nur Einzeltiere zur Welt bringen und diese intensiv von der Gruppe beschützt werden.
  • Schwierige Haltung: Die Tiere benötigen eine hochspezialisierte, blattreiche Ernährung (sie sind hochspezialisierte Blattfresser, Folivoren) und sterben in Privathaltung ohne die richtige Pflege und Ernährung schnell. Dies führt zu einer ständigen Nachfrage nach neuen Tieren, was den Druck auf die Wildpopulationen weiter erhöht.

2. Traditionelle Medizin (TCM)

  • "Affenkleber" (Monkey Glue): Wie viele andere Primaten werden Languren illegal gefangen und getötet, um daraus ein traditionelles Präparat namens "Cao ban long" (oder ähnliche Substanzen) herzustellen. Hierbei werden die Knochen und das Fleisch der Tiere gekocht, um eine Art medizinischen Leim oder Extrakt zu gewinnen, dem heilende Eigenschaften zugeschrieben werden.

3. Bushmeat (Fleischkonsum)

  • Obwohl sie nicht die primäre Zielgruppe wie Wildschweine oder Rinder sind, werden Languren auch als Bushmeat gejagt, insbesondere dort, wo es wenig Alternativen gibt oder der Zugang zu anderen Fleischquellen schwierig ist.

Konsequenzen für die Population

Der Handel hat verheerende Auswirkungen, besonders in Kambodscha, Vietnam und Laos, wo die Languren vorkommen:

  • Tötung der Mütter: Da Babys nur durch das Töten der Mutter gefangen werden können, hat jeder Fangversuch den Tod von mindestens einem, meist aber mehreren, geschlechtsreifen Tieren zur Folge.
  • Geringe Reproduktionsrate: Languren haben eine relativ langsame Reproduktionsrate, was bedeutet, dass die Verluste durch den Handel nur sehr langsam oder gar nicht ausgeglichen werden können.

Zentren wie das ACCB spielen eine wichtige Rolle bei der Rettung beschlagnahmter Germain-Languren und anderer Primaten, die Opfer dieses illegalen Handels geworden sind.

Da Kambodscha eine Schlüsselrolle im illegalen Wildtierhandel Südostasiens spielt, dienen die geretteten Tiere im ACCB als Auffangstation und Rehabilitationszentrum.

Eine Art, die dabei eine große Rolle spielt, ist der Germain-Silberlangur (Trachypithecus germaini). Er spielt eine bedauerliche und kritische Rolle im illegalen Wildtierhandel in Südostasien und ist deshalb von der IUCN als stark gefährdet (Endangered, EN) eingestuft.

Herkunft und Rettung der Tiere

Die meisten illegal gehaltenen Tiere gelangen auf folgenden Wegen ins ACCB:

  • Beschlagnahmungen durch Behörden: Der Großteil der Tiere wird von kambodschanischen Behörden (wie der Forstverwaltung oder der Umweltpolizei) bei Razzien gegen Wilderer, Händler oder illegale Halter konfisziert. Das ACCB dient dann als offizieller und fachkundiger Platz, um diese Tiere aufzunehmen.
  • Rettung aus Fallen: Tiere, die lebend aus Schlingfallen gerettet wurden (ein großes Problem in Kambodschas Wäldern), werden zur sofortigen medizinischen Versorgung ins Zentrum gebracht.
  • Freiwillige Abgabe: Gelegentlich werden Tiere von Privatpersonen oder Mönchen abgegeben, die die Tiere nicht mehr halten können oder wollen.

 

Versorgung und Zielsetzung

Die Aufnahme der Tiere im ACCB folgt einem klaren Prozess, der auf das individuelle Überleben und, wenn möglich, auf die Rückkehr in die Natur abzielt:

  • Medizinische Erstversorgung: Die Tiere sind oft verletzt, traumatisiert oder schwer krank (z. B. durch falsche Ernährung in Gefangenschaft). Sie erhalten sofort eine tierärztliche Untersuchung und Behandlung.
  • Quarantäne und Rehabilitation: Die Tiere werden zunächst in Quarantäne gehalten, um Krankheiten zu vermeiden. Danach beginnt die Rehabilitationsphase. Hier wird versucht, das natürliche Verhalten der Tiere wiederherzustellen und sie von der Abhängigkeit des Menschen zu entwöhnen.
  • Auswilderung (In-situ): Die oberste Priorität des ACCB ist die Auswilderung in geschützte Gebiete. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Tiere nicht zu stark an den Menschen gewöhnt sind und gesundheitlich sowie verhaltenstechnisch fit genug sind.
  • Verbleib (Ex-situ): Tiere, die nicht ausgewildert werden können (z. B. wegen bleibender Verletzungen, zu starker Prägung auf den Menschen oder als genetisch wertvolle Tiere für Erhaltungszuchtprogramme wie beim Weißschulteribis oder der Südlichen Flussschildkröte), verbleiben als Dauerpatienten im Zentrum oder werden in die Zuchtprogramme integriert.

Die Aufnahme dieser Tiere ist für den Artenschutz in Kambodscha unerlässlich, da sie eine letzte Chance für viele Arten bietet, die sonst auf dem Schwarzmarkt enden oder in unwürdigen Bedingungen sterben würden.

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